Einen mit vielen uniformierten Feuerwehrdienstleisten, darunter auch etliche Frauen, konnte Bürgermeister Claus Bittenbrünn am Freitagabend in der Rudolf-Mett-Halle in Königsberg zum Festkommers mit Ehrungen für 25 bzw. 40jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr willkommen heißen. Sein besonderer Gruß galt, neben Kreisbrandrat Ralf Dressel und KBM Stephan Biertempfel, den Kommandanten der FF Königsberg, der Werkfeuerwehr Fränkische und der erschienen Ortsfeuerwehren, sowie etlichen Stadträten und stellvertretendem Landrat Oskar Ebert. Er begrüßte die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden mit dem Ausspruch von Erich Kästner „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“ und umriss damit sogleich sprichwörtlich die großen Leistungen der an diesem Abend zu Ehrenden. Wörtlich fuhr er fort: „Sie alle haben sich große Verdienst um das Gemeinwohl erworben. Seit Jahr und Tag sind sie rund um die Uhr bereit, für die Sicherheit ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger ihres Heimatortes oder der Heimatstadt zu sorgen. Seit Jahr und Tag sind sie innerhalb von Minuten zur Stelle, um anzupacken und wirksame Hilfe zu leisten, wenn anderen Menschen oder unserer Stadt Gefahr droht. Das verdient höchste Anerkennung“. Besonders anerkennenswert sei, so fuhr er fort, dass diese Einsätze, die schon seit 25 bzw. 40 Jahr erbracht werden, zudem eine besondere Leistung seien. Denn, das heiße nicht nur immer zur Stelle zu sein, wenn es brenne. Dazu gehörten auch ein großes Fachwissen und viele Spezialkenntnisse, um den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und sie komplett zu bewältigen. Dies gehe nur mit ständigen Übungen und Fortbildungen, für die viel Freizeit geopfert werden müsse.

Bittenbrünn vergaß auch nicht die Mitwirkung der Feuerwehr bei der Absicherung von Festen, Prozessionen, Umzügen, Märkten und dergleichen zu erwähnen, die ohne Hilfe der Feuerwehr nicht möglich oder nur sehr schwer durchzuführen wären.

Dank sagte er zum Schluss seines Grußwortes auch den Familien und Arbeitgebern, die den Einsatz unterstützen und es hinnehmen, dass er manchmal viel Zeit erfordert.

Äußerlich bedankte sich die Stadt Königsberg bei den Herren mit etwas Flüssigem und bei den Damen mit etwas Süßem und Duftendem.

Mit einem Wort von Altbundespräsident Theodor Heuss: „Die Sorge und Hilfe für andere Menschen ist das wertvollste Kapital im Haushalt der Menschheit. Und solange es noch Leute gibt, die freiwillig bereit sind, für andere da zu sein, ist es um diese Welt nicht allzu schlimm bestellt“, gab er das Wort an den 1. Kommandanten der FF Königsberg, Peter Schüler, weiter.

Dieser bedankte sich herzlich bei allen Feuerwehrkameraden, die an diesem Abend geehrt wurden, „denn es ist heute leider nicht mehr selbstverständlich, dass sich Bürgerinnen und Bürger über einen so langen Zeitraum für den Dienst am Nächsten engagieren“. Er wies auch darauf hin, dass die Freiwillige Feuerwehr keine Bürgerinitiative sei, dir nur für oder gegen etwas ist, sondern der Feuerwehrdienst sei wohl die älteste und effektivste Selbsthilfeeinrichtung der Bürgerschaft.

Stellvertretendem Landrat Oskar Ebert war es dann vorbehalten, zusammen mit KBR Ralf Dressel, KBM Stephan Biertempfel und Bürgermeister Claus Bittenbrünn an 40 Feuerwehrdienstleistende die Feuerwehr-Ehrenzeichen und Urkunden für 25 bzw. 40 Dienstjahre zu übergeben. Zuvor zollte er den zu Ehrenden Respekt und Anerkennung für ihren Einsatz und hob in diesem Zusammenhang die erfreuliche Anzahl von elf Nachwuchsfeuerwehrleuten in zwei aktiven Jugendgruppen bei der FF Königsberg heraus. „Ich kann Sie nur motivieren: Machen Sie weiter so!“

Das Schlusswort des Festkommerses lag in den Händen von KBR Ralf Dressel, der allen Ausgezeichneten für ihr Engagement dankte und auch die gute Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehr und der Werkfeuerwehr Fränkische in Königsberg ansprach. Zudem würde er sich auch freuen, wenn er einige der an diesem Abend Geehrten in zehn Jahren vielleicht für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ehren könnte, da zur Zeit Überlegungen angestellt würden, die Altershöchstgrenze für die Ableistung vom Dienst bei der Feuerwehr (zur Zeit bei 65 Jahren) nach oben zu schieben.

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte der Posaunenchor Königsberg unter der Leitung von Wolfgang Fischer mit passenden weltlichen Musikstücken wie unter anderem dem „Probealarm“, einem Galopp von Peter Janka. Mit einem Stehempfang endete der beeindruckende Ehrungskommers.

gs