Viel zu üben und zu feiern gab es bei der Feuerwehr in Königsberg am Sonntag. Denn am frühen Nachmittag wurde in einer Großübung im Rahmen eines Stadtfeuerwehrtages am neuen Werk-West der Fränkischen Rohrwerke die Leistungsfähigkeit der Werkfeuerwehr Fränkische und aller Ortswehren und Löschgruppen der Stadt getestet und danach auf dem Bleichdammparkplatz an der Stadthalle der neue Mannschaftstransportwagen (MTW) der FF Königsberg geweiht und 20 Jahre Jugendfeuerwehr gefeiert.

Die Übung, bei der ein „Brandfall“ im Werk mit Verletzten angenommen wurde, und bei dem auch Atemschutzgeräte eingesetzt wurden, verlief reibungslos. Denn die Männer der Werkfeuerwehr waren schnell vor Ort und konnten mit der „Brandbekämpfung“ aus verschieden hohen Etagen beginnen. Auch die „Verletzten“ konnten schnell aus der Gefahrenzone gebracht und vom Sanitätsdienst der Fränkischen und des BRK versorgt werden. Dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Wehren des Königsberger Ober- und Unterlandes mit der Stadtfeuerwehr gut funktioniert, zeigte sich darin, dass es ihnen gelang in verhältnismäßig kurzer Zeit lange Schlauchleitungen von weiter entfernten Wasserzapfstellen bis zum „Brandherd“ zu legen, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Rund 900 Meter Leitung vom Feuerlöschweiher in Hellingen wurden von den Wehren aus Holzhausen, Hellingen, Römershofen, Unfinden, Hofstetten, Altershausen, Junkersdorf und Königsberg gelegt. Mit einer Schlauchleitungslänge von zirka 300 Metern mussten die Wehren aus Dörflis, Köslau und Kottenbrunn einen entfernten Hydranten anzapfen.

Mit dem Ergebnis und dem Verlauf der Übung zeigten sich die die Übung aufmerksam beobachtenden Männer der Feuerwehrdienstaufsicht und auch Bürgermeister Claus Bittenbrünn sehr zufrieden.

Bittenbrünn ging auf diese Übung auch noch einmal wenige Stunden später bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste anlässlich der Weihe des neuen MTW der FF Königsberg ein, die die Stärke und Leistungsfähigkeit der Wehren des Stadtgebietes und einen sehr guten Ausbildungsstand gezeigt habe. Besonders freute sich das Stadtoberhaupt, dass er, im Beisein von Landrat Wilhelm Schneider, der Freiwilligen Feuerwehr Königsberg einen neuen Mannschaftstransportwagen übergeben konnte, den er als „ein Zeichen einer gewissen Verbundenheit und Dankbarkeit unserer Feuerwehr und auch der Stadt gegenüber“ bezeichnete. Bittenbrünn betonte auch, dass das neue Fahrzeug selbstverständlich überörtlich, also auch in den Stadtteilen eingesetzt werden könne.

Dank sagte er KBR Ralf Dressel und dem Landratsamt für die Unterstützung bei der Bezuschussung durch die Regierung von Unterfranken und vor allem dem Feuerwehrverein Königsberg für den großen finanziellen Zuschuss. Sein Dank galt aber auch dem Stadtrat, der der Beschaffung zugestimmt hat.

Mit weiteren Dankesworten an die vielen Jugendlichen, die sich in die Jugendfeuerwehr einbringen, und an alle Feuerwehren und Ortsgruppen in Königsberg und seinen Stadtteilen, die die Sicherheit in ihrem Ort gewährleisten, gab er das Wort weiter an Landrat Wilhelm Schneider.

Dieser stellte in seinem kurzen Grußwort die Bedeutung der Feuerwehren für die Allgemeinheit heraus und das gute Zusammenwirken der Wehren in Königsberg, Erfreulich sei auch, dass die Jugendfeuerwehr in Königsberg ihr 20jähriges Bestehen feiern könne. Das neue Fahrzeug für die FF Königsberg und seine Stadtteile sei für ihn auch ein Garant für die Sicherheit der Bürger in dieser Stadt.

Bevor der 1. Kommandant der FF Königsberg, Peter Schüler, vor allem auf das Jubiläum der Jugendfeuerwehr einging, segneten Pfarrer Peter Hohlweg und Kaplan Nicolas Kehl in einer kurzen feierlichen Zeremonie den neuen Mannschaftstransportwagen.

Peter Schüler ging anschließend auf die Entstehung und Entwicklung der Jugendfeuerwehr in Königsberg ein, die im Jahr 1998 gegründet wurde, und insofern gute Früchte trug, da fast alle Übungsteilnehmer an der an diesem Tag stattgefundenen Übung am Werk-West der Fränkischen aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangen seien. Angefangen von den Atemschutzträgern über den Maschinisten bis hin zum Gruppenführer.

Die Gründungsmitglieder 1998 waren: Sandra und Kristin Berthel, Michael Hölzer, Michael Schlinke, Daniel Schmidt, Ulf Schmidt, Sabine Schneider, Pascal Then, Andreas Schüler und Steffen Wiedemuth.

Auf die Fahrzeugweihe eingehend, meinte der Kommandant stolz: „Dieses Fahrzeug ist eines der modernsten dieses Typs zur Zeit im Landkreis und es hat nicht nur Monate sondern zwei Jahre gedauert bis alle Gremien zugestimmt hatten und die Finanzierung gesichert war“.

Zum Abschluss des offiziellen Teiles des Nachmittags überreichte KBR Ralf Dressel und der 1. Kommandant der Werkfeuerwehr Fränkische Stefan Burkard an Kommandant Peter Schüler eine Dokumentationsmappe für die Einsatzleitung, mit der verschiedenen Aktionen und Vorgänge der Feuerwehr festgehalten werden können.

Eine besondere Überraschung hatte noch Frank Kimmel, Vorsitzender des Königsberger Feuerwehrvereins, parat. Mit einer Jubiläumsjacke bedankte er sich bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und ihren Ausbildern und Betreuern, die diese sogleich anzogen, um sich mit den besonderen Gästen der Veranstaltung zu einem Erinnerungsbild aufzustellen.

gs