Nur noch wenige Königsberger kennen den Hintergrund, warum der Gedenkstein etwas abseits der Straße nach Haßfurt aufgestellt wurde. Vielen ist der genaue Standort auch nicht bekannt. Dem Gedenkstein wird nur noch wenig Beachtung geschenkt. Dabei weist er auf einen tragischen Verkehrsunfall hin, der an dieser Stelle am 16. September 1952 geschah und bei dem vier Personen aus Lohr, einer kleinen Gemeinde, die heute zu Pfarrweisach gehört, ums Leben kamen. Der damalige Bürgermeister des Dorfes, Alois Düring (60), war mit den drei Schwestern Margarete Lurz (68), Babette Grimmer (64) und Lucia Lorz (56), alle drei geborene Dotzel, auf dem Weg zu einer Beerdigung in Haßfurt, als der Pkw bei Königsberg mit einem Lastwagen zusammenstieß und Feuer fing. Alle vier Fahrzeuginsassen verbrannten in dem Fahrzeug.

Der Gedenkstein, der seinerzeit von der Gemeinde Lohr aufgestellt wurde, erinnert an diese Tragödie. Bis vor einigen Tagen war der Gedenkstein nur noch schwer zu erkennen. Im Lauf der Jahre wurde er von Sträuchern zugewachsen und war mit Efeu fast völlig überwuchert.

Das gefiel einigen Mitgliedern eines Königsberger Stammtisches nicht mehr. Und deshalb legten sie selbst Hand an und legten den Gedenkstein frei, so dass er nun wieder gut sichtbar ist. Als Hinweis auf die Tragödie am Ortsausgang von Königsberg vor 66 Jahren und vielleicht auch als Mahnmal für die ständigen Gefahren, denen die Verkehrsteilnehmer täglich ausgesetzt sind. Ein positives Beispiel für ein funktionierendes Miteinander in einer Gemeinschaft.

gs